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Die Theatergruppe des Schützenvereins “Falke” Schwennenbach existiert in losem Verbund seit ca. 35
Jahren. Entstanden aus der Gestaltung einer würdigen Jahresabschlussfeier wuchs die Gruppe über Sketche und Einakter zu einer festen Gruppe des Vereinslebens heran. Immer wieder erklärten sich einzelne Mitglieder
bereit, Zeit und Engagement aufzubringen, um den Höhepunkt des Schützenjahres feierlich und unterhaltsam zu gestalten. Dies geschah aber immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit, da für Bekannte, Gönner und
Mitglieder gespielt wurde.
Am Jahreswechsel 2000 / 2001 war es dann soweit. Der Vierakter “Auf der Hüttn” war von Aufwand und
Spielwitz her zu schade, um ihn nur im kleinen Kreis zu zeigen. Und nachdem dies ein Erfolg war, will jetzt niemand mehr zurück.
Mit “Em Dörfle stenkts” fanden wir in der Spielzeit 2001 / 2002 einen würdigen Nachfolger. Zum
Jahreswechsel 2002 / 2003 hatten wir mit der sozialkritischen Farce “Älles wegem lieba Geld” die Lacher ebenfalls auf unserer Seite. Es war die temporeichste und vielleicht auch witzigste Komödie, die wir je
gespielt haben. Allerdings war es mit seiner intelligenten Erzählweise und geschickten Verschachtelung eine Herausforderung für Spieler und auch Zuschauer.
In Spielsaison 2003 / 2004 belebten schillernde Figuren in der Pension Otto Ofenloch unser Theaterstück.
Mit der in ihren Ursprüngen britischen, mit viel Tempo agierenden Tür-auf-Tür-zu-Komödie “Ausser
Kontrolle” von Ray Cooney wagten wir uns erstmals in das Boulevardkomödienfach. Erste Bedenken seitens der Spieler wurden in tollen Aufführungen 2004 / 2005 hinfällig.
Auch in der darauffolgenden Krankenhausklamotte “Alles auf Krankenschein” konnten wir dem Chaos nicht
widerstehen. Das Tempo blieb hoch.
Immer das Gleiche vom Selben, wollten wir uns auf keinen Fall vorwerfen lassen. Mit der Kriminalkomödie
“Arsen und Spitzenhäubchen” in 2006/2007 hatten wir für Theaterkenner einen Klassiker des schwarzen Humors auf dem Programm.
Zwei Erkenntnisse haben sich dabei herausgebildet: Je näher an der Komödie, um so lieber ist dem
Publikum, aber auch den Akteuren.
Die zweite Erkenntnis: Theater braucht ein Theaterpublikum. Zwei bis drei Stunden Aufmerksamkeit muss der
Zuschauer einfach mitbringen, wenn er einigermaßen intelligent unterhalten werden will. Wenn sich drei Stunden Saalbetrieb und einer offiziellen Schützenproklamationsfeier einer Premiere des neuen Theaterstücks
anschließt, ist dies unglücklich für beide Seiten. Wir wollten nicht unsere Wurzeln vergessen, aber eine Weiterentwicklung ist einfach Pflicht.
Dazu kommt, dass wir mit vier Wochen (!!!) Zeit vom Startschuss Bühnenaufbau bis Premiere des
neuen Stückes und das in der Hauptweihnachtszeit der Spaß einfach dem Stress weicht. Hier besteht Organisations- und Gesprächsbedarf.
Ein verfrühter Fasching am Jahreswechsel 2007 / 2008 lässt uns zudem nicht die Möglichkeit nach hinten zu
gehen. Seit langem erleben wir seit diesem Jahreswechsel eine wirklich “stade Zeit” ohne Theateraufführung. Und ein neuer Aufbruch ist derzeit nicht in Sichtweite...
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